#30 “Ich sehe aus wie ein richtiger Mann”

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Mein zweijähriger Sohn geht sehr gerne mit mir Wocheneinkauf machen. Er zieht sich sein rosa Haarband an, greift nach seiner Handtasche (in die er seine Lieblingsautos packt) und ist abmarschbereit. Auf dem Weg zum Auto stellt er zufrieden fest: Ich sehe aus wie ein richtiger Mann.

Wie sieht denn ein “richtiger” Mann aus?

Er trägt gerne Kleidchen im Kindergarten und schiebt seine Puppe durch die Wohnung. Er baut gerne Türme, wirft sie um, liebt seine Autos. Er kocht und bäckt herrliche Kreationen in seiner (rosa) Kinderküche und wäscht danach alles ab. Neben den Töpfen stapelt sich sein Werkzeug (Hammer, Schraubenzieher).

Unsere mittlere Tochter hat sich im Lockdown die hüftlangen Haare abrasiert. Sie trägt seit eh und je am liebsten schwarz, derzeit: Jogginghose und weiten, dunklen Pulli. Sie liebt Ninjago und Dragons und Stockkampf und klettern. Sie geht im Neo Eisbaden.

Über all das rede ich in dieser Folge, nämlich wie wir unseren Kindern beim Aufwachsen das Maximum an Entfaltungsfreiraum und vielfältigen Erfahrungswelten bieten und darüber:

– wieviel von unserer Reaktion schon auf Babys unbewusst abläuft und wie wir Kinder oft schon in so frühen Jahren in Hinsicht auf ihre Geschlechteridentität prägen

– welche Kleinigkeiten manchmal eine große Rolle spielen

– warum wir in Kinder- und Bilderbüchern oft das narrativ einfach ändern oder umdrehen

– warum das nicht nur ein Thema für Eltern von Kindern ist.

– diesen Punkt habe ich vergessen beim Podcast aufnehmen, aber spielt natürlich immer mit rein: bei diesem Thema (wie bei allen Themen dieses Podcasts 😉 ) werden wir natürlich als aller erstes mit uns selbst konfrontiert. Es ist nicht immer leicht damit klar zu kommen, wenn das eigene Kind nicht in die “gängigen” Konzeptionen und Wahrnehmungen von “Normalität” passt. Und es lohnt sich mega, da bei mir selbst genau hinzugucken warum sich das so unangenehm anfühlt!

Wie gehst Du mit Geschlechterstereotypen um? Hast Du Tipps für tolle Bücher, die Vielfalt vorleben? Welchen Erfahrungsspielraum hattest Du als Kind?

Schreib mir deine Gedanken und deine Erfahrungen damit auf Instagram @magdalenaschmidnoerr unter dem Post zu dieser Folge. Dafür bin ich immer ganz besonders dankbar und es inspiriert mich weiter zu machen. Wenn dir diese Folge gefällt, freue ich mich auch riesig wenn du mir eine Sternebewertung und/oder eine Rezension da lässt – wo auch immer du deine Podcasts hörst. Gerne teile auch die Folge, damit sie möglichst viele Menschen erreicht. 

Und denk daran, den Podcast zu abonnieren, damit Du informiert wirst, sobald die nächste Folge erscheint.

Alles Liebe und Namasté

Deine Lena.

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